Digitales Dentalröntgen

Digitales Dentalröntgen bei Hunden, Katzen und Heimtieren

Gesundheit beginnt im Mund!

Die Zahngesundheit ist wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Vierbeiner. So können Zahnerkrankungen nicht nur zu Schmerzen, sondern auch zur Schädigung von Herz, Niere, Lunge und Leber führen. Deshalb liegt uns dieses Thema besonders am Herzen.

Zahnerkrankungen bei Hunden, Katzen und Heimtieren sind häufige Vorstellungsgründe in unserer Praxis. Durchschnittlich sind 3 von 5 Patienten betroffen! Dabei befinden sich laut Studien ca. 60% aller zahnmedizinischen Auffälligkeiten unterhalb des Zahnfleischrandes, nämlich im Bereich der Zahnwurzeln und des Kieferknochens. Diese sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen!

Zur Darstellung der feinen Strukturen der Zähne, samt Zahnkrone, Zahnhals und Zahnwurzel sowie des Kieferknochens, verfügt unsere Praxis über ein modernes, hochauflösendes, digitales Dentalröntgengerät. Dieses ermöglicht die überlagerungsfreie Einzelzahndarstellung. So wird eine vielfach größere Detailgenauigkeit erreicht, als es ein normales Röntgengerät liefern könnte. Diesen großen diagnostischen Vorteil nutzen wir zur Gesunderhaltung Ihres Tieres, denn eine sorgfältige Diagnostik ist Vorraussetzung für die professionelle Zahnbehandlung Ihres lieben Vierbeiners! Sowohl Ihr Tier, wie auch Sie als Besitzer profitieren so langfristig von einer hochwertigen, zahnärztlichen Versorgung.
Der Vorgang des Dentalröntgens beim Tier, ist mit dem beim Menschen zu vergleichen. Die kleinen Röntgenfilme werden im Mund des Tieres positioniert und die dentale Röntgenröhre von außen an den zu untersuchenden Kieferabschnitt herangebracht. Da uns die Bilder wenige Sekunden nach der Aufnahme zur Verfügung stehen, können wir sofort therapierelevante Entscheidungen treffen.

Die Indikationen für das Anfertigen von dentalen Röntgenbildern sind vielfältig:
So sei die bei Katzen häufig vorkommende Erkrankung RL (Resorptive Läsionen), früher auch FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen) erwähnt. Ca. 70% aller Katzen leiden an dieser äußerst schmerzhaften Zahnerkrankung, doch nur ca. 10% werden bei der klinischen Untersuchung erkannt, da die Läsionen meist unterhalb des Zahnfleisches liegen. Dieses chronische, sich meist über Monate bis Jahre ziehende, sehr schmerzhafte Krankheitsgeschehen wird somit erst durch die Anfertigung dentaler Röntgenaufnahmen sichtbar. Eine präzise Diagnose (Typ I, Typ II) sowie Therapieplanung ist bei dieser Erkrankung ausschließlich mit Hilfe von Dentalröntgenaufnahmen möglich.

Auch bei Hunden werden durch die dentalen Röntgenaufnahmen viele Befunde erhoben, die bei einer klinischen Untersuchung verborgen geblieben wären. So z.B. wird ausschließlich durch das dentale Röntgen das Ausmaß von sehr häufig vorkommenden Parodontalerkrankungen (Parodontitis) als Folge von Zahnstein erkennbar, da oft ein Rückgang oder eine Entzündung des Alveolarknochens vorliegt. Desweiteren treten häufig Zahnfrakturen aufgrund von Spielverletzungen durch Reißen an der Leine oder Spielzeug, Schleppen von Steinen oder Stöcken, Zerteilen von hartem Futter wie gekochter Knochen oder Hirschgeweih! auf. Besonders betroffen sind Eckzähne und Reißzähne. Hier liefern dentale Röntgenaufnahmen zur Einschätzung des Ausmaßes der Zahnfraktur den entscheidenden Beitrag. Liegt eine Schädigung des Zahnes und/oder des Kieferknochens vor? Kann der Zahn erhalten bleiben und wenn ja mit welcher Therapieform? Oder liegen so tiefgreifende Schädigungen vor, dass eine Extraktion des Zahnes indiziert ist?

Sehr hilfreich ist das Dentalröntgen auch bei Zahnerkrankungen der Heimtiere. Kleinste Veränderungen im Wurzelbereich können überlagerungsfrei dargestellt werden, so dass Fissuren, beginnende Knochenauflösungen und mögliche Zahnabszesse abgeklärt werden können.

Weitere Indikationen für dentale Röntgenaufnahmen sind:

  • Wurzelveränderungen (z.B. Granulome oder Abszesse)
  • vorhandene Wurzelreste bzw. im Wurzelbereich frakturierte Zähne
  • Wurzelresorption
  • Knochenzubildung
  • Tumore
  • retinierte Zahnanlagen
  • Zahnfistel
  • Resorptive Läsionen der Zähne
  • Feststellung einer Hyper- oder Hypodontie (Zahnüber- bzw. Zahnunterzahl)
  • Zahnfraktur (mit/und ohne Eröffnung der Pulpa)
  • Karies
  • Paradontitis (osteolytische Prozesse)

Doch welche Anzeichen können auf eine Zahnerkrankung hindeuten?
Mögliche Symptome von Zahn- bzw. Kiefererkrankungen sind reduzierte Futteraufnahme, ein- oder beidseitiger Nasenausfluss, unangenehmer Mundgeruch, bräunliche Beläge auf den Zähnen, Gewichtsverlust, gerötetes Zahnfleisch, Speicheln oder gar Umfangsvermehrungen im Bereich des Gesichtsschädels.
Ebenso besteht die Möglichkeit, dass Ihr Vierbeiner schmerzbedingt aggressives Verhalten zeigt, sich vermehrt zurückzieht oder häufiger schläft, was oft als Anzeichen des Alterns fehlinterpretiert wird. Oft ist es für die Besitzer jedoch sehr schwierig, ein Zahnproblem zu erkennen, da unsere Vierbeiner wenig Symptome zeigen und ein „schleichender“ Prozess vorliegt. Daher empfehlen wir eine gründliche jährliche Prophylaxeuntersuchung.

 

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